In Frankfurt und anderen Städten Deutschlands protestieren immer öfter SchülerInnen gegen die drohende Abschiebung von KlassenkameradInnen.
Vor allem Leute aus dem Balkan, die vor vielen Jahren wegen der Bürgerkriege hierhin geflüchtet waren, sollen jetzt abgeschoben werden, weil angeblich in ihrem Herkunftsland keine Gefahr mehr besteht.
Diese Menschen leben zum Teil lange Zeit in Deutschland, haben sich hier mehr oder weniger gut eingerichtet, Kinder bekommen.
Rund 50.000 Kinder und Jugendliche leben schon seit vielen Jahren hier, jedoch nur geduldet, ohne sicheres Aufenthaltsrecht, ohne Aussicht auf einen Ausbildungsplatz, ohne Perspektive. Das Zuwanderungsgesetz, das seit Anfang 2005 gilt, sollte ursprünglich die Situation der „Geduldeten“ verbessern. Tatsächlich ist aber das Gegenteil passiert. Die Innenminister der Bundesländer haben beschlossen, dass die meisten der geduldeten Flüchtlinge Deutschland verlassen müssen, freiwillig oder gezwungenermaßen (Abschiebung).Die Forderung von Wohlfahrtsverbänden, Menschenrechtsorganisationen, Kirchen, Gewerkschaften und Flüchtlingsinitiativen nach einem Bleiberecht für langjährig geduldete sind bis heute nicht umgesetzt worden.
Auf den Demonstrationen haben die von einer Abschiebung bedrohten SchülerInnen erzählt, dass eine Ausweisung in ein Land, welches sie nicht kennen und dessen Sprache sie nicht beherrschen, für sie zum Albtraum geworden ist. Gleichzeitig würden sie auch aller sozialer Kontakte, aller Freundinnen und Freunde beraubt.
Wir bitten Euch deshalb: Unterstützt Eure MitschülerInnen, geht auf die Demos, blockiert das Ordnungsamt bei Abschiebungen…
Es ist einerseits ein Menschenrecht, vor Verfolgung geschützt zu werden, andererseits ein Gebot der Gastlichkeit, Menschen, denen es schlecht geht, aufzunehmen. Deshalb: