Integration ist das neue Zauberwort in der Diskussion um Zuwanderung in Deutschland und Europa geworden und ist ein schwieriger Prozess. Integrationsdefizite von Zugewanderten werden heute schärfer als noch vor einigen Jahren wahrgenommen. Immer mehr Menschen haben ihre Heimat verlassen, teils freiwillig, um woanders bessere Lebensbedingungen zu finden, teils gezwungenermaßen, weil sie aus verschiedenen Gründen flüchten mussten. Die Gründe für die Einwanderung sind vielfältig, oft wirtschaftlich, politisch oder familiär begründet. Außerdem sind sie in hohem Maße motiviert durch die Hoffnung auf bessere Lebensbedingungen, insbesondere für die Kinder.
Jeder Zuwanderer muss selbst aktiv werden und sich um Integration bemühen, z.B. um das Erlernen der deutschen Sprache, weil sich daran alle gesellschaftlichen Bezüge knüpfen. Die Sprache ist die erste Hürde der Integration, die die Menschen bewältigen müssen, weil die Sprache der Schlüssel zur Integration und Kommunikation ist. Ein erster Schritt für die Integration von Ausländern wären z.B. ein Angebot von genügend Deutschkursen, sowohl für Kinder als auch für Erwachsene und die Bereitschaft derer, daran teilzunehmen. Die Sprachprobleme wirken sich auch auf die Probleme am Arbeitsmarkt, die soziale Situation, die Wohnsituation, den Umgang mit Behörden, den Kontakt zu Deutschen aus. Sprache ist eine notwendige, wenn auch nicht hinreichende Voraussetzung für Integration.
Die berufliche Integration von Zuwanderern ist ein weiteres zentrales Element für eine erfolgreiche Integration, sie ist die Voraussetzung für die Teilhabe am Erwerbsleben. Arbeit ist nicht nur Grundlage für Existenzsicherung, sie bestimmt den gesellschaftlichen Status, das Selbstwertgefühl und eröffnet zahlreiche Möglichkeiten, soziale Beziehungen aufzubauen. Arbeit ist der wichtigste Motor für Integration und zugleich Indikator für ihr Gelingen.
Gesellschaftliche Integration ermöglicht eine gleichberechtigte Teilhabe in den unterschiedlichen Bereichen des sozialen Lebens. Sie steht in einem Zusammenhang mit ausreichenden Sprachkenntnissen, Bildungserfolgen und beruflicher Integration. Eine gesellschaftliche Integration verlangt von den Zuwanderern aber auch, dass sie sich mit dem politischen System der Bundesrepublik, ihrer Kultur und Geschichte auseinandersetzen und sich auf dieser Grundlage in das alltägliche Leben in Deutschland eingliedern können und dort auch respektiert werden. Einen Einstieg bietet der nach dem Zuwanderungsgesetz vorgesehene Orientierungskurs, in welchem Kenntnisse der Rechtsordnung, der Kultur und Geschichte in Deutschland vermittelt werden sollen.
Das Bildungs- und Ausbildungssystem hat auch eine zentrale Funktion für das Gelingen der Integration von Zuwanderern. Über Bildungserfolge werden qualifizierte berufliche Ausbildungswege eröffnet und eine Zukunftsperspektive gegeben. Besonders die zugewanderten Jugendlichen müssen sich auf eine selbständige berufliche Orientierung und Qualifikation vorbereitet können.
Integration lebt auch von Kontakten, etwa in der Schule, in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz, beim Sport oder in Vereinen.
Soziale Integration, d. h. die Entwicklung sozialer Kontakte, die Mitgliedschaft in Vereinen, die sozialen Bindungen am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft und in Freizeitaktivitäten.
Die Einbürgerung steht am Ende eines erfolgreichen Integrationsprozesses.