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Jüdisches Museum in Berlin Drucken


Das Gebäude


1992-1999 wurde der Bau in der Kreuzberger Lindenstraße errichtet. Das Jüdische Museum, das am 9. September 2001 eröffnet wurde, hat eine sehr interessante Architektur. Es hat eine eckige, zackige Form, die z. B an einen Blitz erinnert. Die dort gezeigte Dauerausstellung soll nicht nur der über 6 Millionen Juden gedenken, die während des Nationalsozialismus ermordet worden sind. Auch die mehr als tausendjährige Geschichte und das Leben deutschsprachiger Juden soll erzählt werden.

Das Jüdische Museum sieht überhaupt nicht wie ein normales Gebäude aus, in dem der Grundriss einen rechteckigen Querschnitt hätte mit rechteckigen Fenstern in den Mauern. Keine der Außenmauern, die die tatsächliche Fassade des Gebäudes darstellen, kann man eindeutig erkennen. Diese Eigenschaft könnte darauf hindeuten, dass die Geschichte der Juden in Deutschland keinem geraden und klar definierten Weg folgte.

Der Grundriss besteht aus Zickzacklinien. Statt rechteckiger Fenster betrachtet man verschiedene Kerben und Risse, die schräg in verschiedene Richtungen verlaufen, und in den Kerben sitzen Fenster. Jeder Mensch kann für sich selbst entscheiden, warum der Künstler bzw. der Architekt so eine interessante, ungewöhnliche Form des Gebäudes gewählt hat. Das hat er uns offen gelassen. Die Form und der Stil des Gebäudes sind Ausdruck eines komplexen Konzeptes voller Chiffren, Codes und philosophischer Themen. Das Gebäude ist stahlverkleidet, wirkt fast fensterlos und kann mit einem zerbrochenen Davidsstern verglichen werden. Der gelbe Barockbau des Berlin-Museums bildet den Eingang zum Jüdischen Museum.  

grafik_museum
Das Gebäude selbst bzw. der Neubau ist nach Plänen des Architekten Daniel Liebeskind entstanden. Berichte über das Leben bekannter Juden wurden zu einer Matrix verknüpft, welche die Struktur des Gebäudes bildet. 
Dargestellt werden die Grundlagen jüdischen Lebens, die Geschichte von Deutschen und Juden vom Mittelalter über die Neuzeit, bis zum Holocaust. Friedliches Zusammenleben, gegenseitige Beeinflussung von Sitten und Gebäuchen, die Gleichberechtigung der jüdischen Bevölkerung, der Patriotismus jüdischer Bürger, aber auch Beschränkungen für Juden, religiöse Propaganda, Verfolgungen und Pogrome, die Entstehung des rassistischen Antisemitismus und die versuchte Vernichtung der europäischen Juden werden thematisiert. Zur Ausstellung ...
Öffnungszeiten 
- Dienstag bis Sonntag 10 bis 20 Uhr - Montag 10 bis 22 Uhr
- an Heiligabend und jüdischen Feiertagen (Rosch Haschana, Jom Kippur) geschlossen
Preise 
- 5,00 € für Erwachsene für die Dauerausstellung - 2,50 € für Wehrdienstleistende, Zivildienstleistende,
            Rentner, Schwerbehinderte, Schüler (mit Ausweis), Studenten (mit Ausweis), Arbeitslose
- kostenlos für Kinder bis 6 Jahre

Adresse 

            Lindenstraße 9-14
            10969 Berlin-Kreuzberg
            Tel.: 030 - 25 93 97 71
            Fax: 030 - 25 93 97 85
            http://www.juedisches-museum-berlin.de