Gründung der Organisation war am 28.05.1964. Ziel der PLO ist
es, einen unabhängigen arabischen Staat in Palästina zu erreichen. Langjähriger
Präsident der PLO war Jassir Arafat (1929 - 2004).
Intifada -Aufstand der Palästinenser gegen die Besetzung des
Gazastreifens und Westjordanland durch Israel. Die erste Intifada begann 1993.
Charta- allgemein: internationales Abkommen gemäß Staats- und
Völkerrecht; grundlegende Verfassung. Es gibt verschiedene Charten, zum
Beispiel die UN-Charta und die PLO-Charta. Die
PLO-Charta enthält Passagen, aus denen hervorgeht, Israel zu vernichten.
Dieses Vorhaben mussten sie nach langen Verhandlungen aufgeben. In der
UN-Charta gilt das Völkerrecht, darunter versteht man ein allgemeines
Gewaltverbot, das gegenüber den Mitgliedern der vereinten Nationen einen
Angriffskrieg verbietet.
Diaspora - Gebiete, in denen religiöse Minderheiten zerstreut leben. Das
Wort Diaspora stammt aus dem Griechischen und bedeutet dort "ausstreuen,
sich zerstreuen" oder "versprengt werden". Der Begriff Diaspora
bezeichnet eine - meist religiöse oder nationale - Minderheit, die in viele
Gebiete verstreut, jedoch freiwillig unter Andersdenkenden lebt. Die Situation
der Diaspora unterscheidet sich vom unfreiwilligen Exil, bei dem Gruppen
deportiert oder zwangsumgesiedelt wurden. Besonders häufig taucht der Begriff
Diaspora im Zusammenhang mit der jüdischen Geschichte auf.
Zionismus- Am Ende des 19. Jahrhunderts entstandene national-jüdische
Bewegung mit dem Ziel, in Palästina einen israelischen Staat zu errichten.
Kultur stammt von lateinisch cultura („Bearbeitung, Pflege“).
Kultur ist die Lebensform eines Volkes, wie sie sich in seinen geistigen und künstlerischen Äußerungen ausdrückt. Sie beinhaltet das Verhältnis zur Natur und der Gestaltung des Lebensraumes, ist aber auch bezogen auf einzelne Menschen - seine Bildung, Gesittung, verfeinerte Lebensweise. Die Entwicklung menschlicher Kultur baut auf der Sprache auf. Als Kriterien einer Kultur können z.B. aufgeführt werden: die Einhaltung einer sozialen Ordnung und kultivierter, gesitteter Umgangsformen, die Pflege von Tradition und Geschichte, die Förderung von Erziehung und Bildung, Kunst, Wissenschaft und Religion, eine bewusste Haltung gegenüber moralischen und sittlichen Forderungen oder die Übernahme sozialer Verantwortung. Die vier entscheidenden Schritte des Menschen auf dem Weg zum Kulturwesen sind vielleicht folgende gewesen, wobei sich der Übergang von der natürlichen zur kulturellen Weiterentwicklung zeitlich nicht immer scharf trennen lässt.
Die Entwicklung der Sprache
Die extensive Nutzung von Werkzeugen
Die Zähmung des Feuers
Die Entwicklung von expliziten Regeln und Formen des Zusammenlebens (Religion, Ethik, Diakonie und Medizin Rechtsprechung)
Innerhalb einer Mehrheitskultur bildet sich gelegentlich eine kulturelle Untergruppe oder Subkultur heraus, allerdings in bewusster Abgrenzung dazu. (z.B. Punks, HipHop). Die gleiche Wurzel wie Kultur hat der Begriff Kult (lateinisch cultus = „Pflege“, “Verehrung“). Die Wendung, mit etwas Kult zu treiben, hat abwertende Bedeutung; sie zielt auf übertriebene Verehrung für eine Sache oder eine Person.
Einen Kulturschock erleidet möglicherweise jemand, der mit fremden Lebensarten konfrontiert wird.
Tradition stammt von lateinisch traditio („Übergabe, Auslieferung, Überlieferung“).
Unter Tradition versteht man die Weitergabe von Erfahrungen, Fähigkeiten, Sitten, Gebräuchen, Kenntnissen und Einsichten an die Nachfahren. Tradition ist in dieser Hinsicht das kulturelle Erbe, das von einer Generation zu nächsten weitergegeben wird. Wissenschaftliches Wissen und handwerkliche Kunst gehören ebenso dazu wie Rituale, moralische Regeln und Speiseregeln.
Traditionalität gehört neben der Sprach- und Handlungsfähigkeit zu dem, was den Menschen und seine Weltaneignung ausmacht. Tradition ist das „Immer so Gewesene“.
In der Religionsgeschichte begegnet uns Tradition als mündliche oder schriftliche Weitergabe von Lehrmitteilungen, aus denen die heiligen Schriften (z.B. Bibel, Tora, Koran etc. ) einer Religion erklärt oder ergänzt werden. Oft werden auch Tradition sowie Kultur von unterschiedlichen Gruppen als Mittel der Abgrenzung gebraucht.
Integration
Das lateinische „unversehrt", „heil", „ganz"; „Integration" meint einen Einigungsprozess von Teilen und Gliedern zu einer sie umfassenden Einheit, so dass die gewonnene Einheit mehr ist als die Summe der vereinigten Teile. Neue Elemente werden in der Weise in ein System aufgenommen, dass sie sich danach von den alten Elementen des Systems nicht mehr unterscheiden als diese sich untereinander. In der Migrationssoziologie bedeutet Integration die Aufnahme von Immigranten in das Wirtschafts- und Sozialsystem des Zuwanderungslandes. Integration umfasst alle Bereiche des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens. Integration bedeutet aber nicht, dass die Zuwanderer sich uneingeschränkt an die Aufnahmegesellschaft anpassen müssen. Vielmehr ist sie ein Prozess, der die Zuwanderer und die Aufnahmegesellschaft einbezieht. Integration ist auch die gleichberechtigte Partizipation (Teilnahme) der Zuwanderer am wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben des Aufnahmelandes. Besonders schwer fällt hierbei häufig die kulturelle Integration. Zur Kultur einer ethnischen Gruppe gehören unter anderem Geschichte, Religion, Sprache, Volkskultur, Sitten und Gebräuche. Die Befürchtungen, dass durch den starken Immigrantenzustrom nach Deutschland die deutsche Kultur in Gefahr geriete, werden immer wieder laut. Dies führte zu Untersuchungen im Bereich der kulturellen Integration.
Integration darf dabei nicht als Anpassung an die vorherrschende deutsche Kultur verstanden werden, sondern verlangt auch von der deutschen Kultur die Bereitschaft, die Minderheiten und ihre Kultur besser zu verstehen und ihnen näher zu kommen. Integrationsarbeit der Migrantenselbsthilfeorganisationen betrifft deshalb nicht nur Migranten, sondern richtet sich gleichermaßen an alle hier lebenden Kinder und Jugendlichen.
Migration
Das Wort Migration kommt vom Lateinischen Migratio und bedeutet Wanderung. Damit ist der Wohnortwechsel von Menschen, meistens in ein anderes Land, gemeint. Ursachen für die Migration können zum Beispiel finanzielle und politische Gründe sein. Sie kann mehr oder weniger freiwillig sein oder das Resultat von Unterdrückung und Verfolgung.
Migration ist im weitesten Sinne jeder längerfristige Wohnortswechsel eines Menschen. Man bezeichnet im engeren Sinn den Wechsel der Heimat mit Überschreitung einer Ländergrenze als internationale Migration, innerhalb eines Landes spricht man von Binnenmigration. Das Einwandern in die neue Heimat wird als Immigration bezeichnet, das Auswandern aus der alten Heimat als Emigration. Bei der internationalen Migration gibt es einen vorübergehenden oder dauerhaften Wohnortwechsel (Saisonarbeit, Flucht, Exil, Auswanderung). Eine vielbeachtete Form der Binnenmigration ist zum Beispiel die "Landflucht" im Zuge einer Urbanisierung (= „Verstädterung“).
Zum Beispiel ist für Italien die Zweiteilung des Landes charakteristisch. Der stark industrialisierte Norden mit seinen großen Wirtschaftzentren und Metropolen Mailand, Turin und Genua verfügt über einen gut entwickelten Dienstleistungs- und Industriesektor und ist somit wirtschaftlich mit den nördlichen Nachbarländern vergleichbar. Der Süden der Landes, auch Mezzogiorno genannt, ist eines der strukturschwächsten Regionen der EU und ist noch immer stark landwirtschaftlich geprägt. Vor allem zwischen 1950 und 1960 fand eine große Abwanderungsentwicklung von Menschen aus den unterentwickelten Landregionen in die Städte statt