Mehr Meinungen über Putin aus Russland und der Welt
In Russland wird Putins Programm mehrheitlich sehr positiv
eingeschätzt. Wir haben positive und negative Aspekte aus Sicht der russischen
Bevölkerung zusammengestellt. Doch gibt es auch zwei kritische Meinungen von
der westlichen Presse zu seiner Politik
Aus der Sicht der
russischen Bevölkerung:
Im Jahr 2007 wurde
eine Umfrage unter der russischen Bevölkerung des Landes durchgeführt: 38% schätzen, dass Putin das politische Gewicht des Landes
erhöht hat;24% glauben, dass die Lebenslage der Menschen sich
verbessert hat;
22% nehmen an, dass er einen Zusammenbruch des Landes
verhindert hat.
Aber nur 8% der Befragten glauben, dass während seiner
Regierung die Selbsteinschätzung und Würde der Menschen sich erhöht haben.
Positive Aspekte:
Respekt
gegenüber Russland im Ausland
Soziale
Reformen: Rentenerhöhung, Lebenslage der Menschen
Lohnerhöhung:
Die Einkommen der Bevölkerung Russlands sind im vergangenen Jahr gegenüber 2006 um 10,4 Prozent
gestiegen. Diese Änderung wurde von den Abgeordneten der Duma durchgeführt. Der monatliche Durchschnittslohn wuchs 2007
um 26,7 Prozent auf 13 518 Rubel umgerechnet ca. 386 Euro. (ein Dollar =
28 Rubel).
Die Partei Einheitliches Russland
(ER) versprach, den Mindestlohn bis 2008 auf das Niveau des Existenzminimums
anzuheben (das Existenzminimum liegt im Landesdurchschnitt bei 2396 Rubel).
Wirtschaftswachstum
(7,7 %): 70 Prozent der Russen sind der Ansicht, dass die wirtschaftliche und politische
Situation im Land seit dem vergangenen Jahr sich deutlich verbessert hat.
Negative Aspekte:
Einschränkung
der Pressefreiheit: wird schon seit
Jahren von Menschenrechtsorganisation kritisiert. Die Arbeitsbedingungen
für russische Journalisten haben sich verschlechtert.
Der
Ausbruch des 2. Tschetschenischen Krieges.
Vertretung
russischer Interessen in der Außenpolitik
Totale
Unterdrückung der Opposition
Aus der
internationalen Sicht:
„Putins Regierungskunst besteht darin, dass er
sowohl den autoritären als auch den um seine Landsleute besorgten Landesvater
darstellen kann."
(c)Stern vom 10.03.04
Wladimir Putin ist im einflussreichsten
amerikanischen Magazin Time Ende 2007 aus Anlass seiner Wahl zur „Persönlichkeit
des Jahres" Folgendes zu lesen: Putin sei zwar kein Demokrat, so erläutern die
Blattmacher ihre Wahl, und er habe ja in der Tat „die Prinzipien und Ideen, die
freien Nationen wichtig" seien, ziemlich missachtet, „aber er hat eine
herausragende Führungsleistung vollbracht". Gewählt wurde er aufgrund seiner
Entscheidungsfreude und aktiven politischen Handlungen.