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Theodor Herzl und der Zionismus Drucken
herzlTheodor Herzls Buch „Der Judenstaat", veröffentlicht im Jahre 1896, gilt als Grundstein für den Zionismus im westlichen Europa. Mit Zionismus ist die Heimkehr der Juden nach Zion, das heißt Jerusalem und ins „gelobte Land", nach Palästina, gemeint.

Hintergrund von Herzls Ideen waren unzählige Übergriffe gegen die zahlreiche jüdische Bevölkerung im russischen Zarenreich nach 1881. Man gab ihnen den russischen Namen „Pogrom", das bedeutet Zerstörung, aber auch Donner, Wut und Vernichtung des Feindes. Zwischen 1881 und 1889 machten antisemitische und von der Regierung inszenierte Kampagnen die Juden für sämtliche sozialen Spannungen verantwortlich. In 26 Ortschaften führten diese Kampagnen zu antijüdischen Gewalttaten.

Theodor Herzl wurde am 2.05. 1860 im heutigen Budapest geboren und starb am 3.07. 1904 in Edlachen / Niederösterreich. Er war Jude und hat viel für „seine Leute", wie er sie nannte, getan. Er studierte an der Universität in Wien Rechtswissenschaft. Es schien fast so, als sei es sein einziges Ziel gewesen, seinen jüdischen Mitmenschen ein gesichertes Zuhause zu schaffen. Er war der Gründer der zionistischen Bewegung. Er hatte viele Kontakte, unter anderem zu Oskar Mamorek und Max Nordau. Mit ihnen zusammen organisierte er den ersten zionistischen Weltkongress (29.-31.08. 1897) in Basel, er wurde dort zum Präsidenten gewählt. Sein Ziel war es, eine Heimat für sein Volk zu finden. Zitat: „Der Zionismus erstrebt die Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina für diejenigen Juden, die sich nicht anderswo assimilieren können oder wollen."

1899 gründete er in London den „Jewish Colonial Trust", dessen Aufgabe es war, finanzielle Mittel zu beschaffen, um Land in Palästina zu kaufen. Angebote, auf anderen Kontinenten Grundstücke zu kaufen, lehnte er stets ab. Er beharrte darauf, die verfolgten Juden im „Heiligen Land" anzusiedeln. Ebenso war er der Meinung, dass die Araber in Palästina den Juden freudig gesinnt seien und ein Zusammenleben mit ihnen möglich sei. Die Stadt Tel Aviv wurde nach einen Roman Herzls benannt, aus dem Hebräischen übersetzt heißt es „Frühlingshügel".