Der russische Präsident
Wladimir Putin wurde in letzter Zeit ziemlich oft in der europäischen Presse
kritisiert. Seine Person zieht immer wieder negative Reaktionen an. Man
behauptet, dass es in Russland keine Pressefreiheit nach westlichem Standard
gibt. Der normale Bürger kriegt nur die
Information, die von den staatlichen Medien verbreitet wird, dabei sind die unabhängigen
Zeitungen nur in größeren Städten zu haben und mit geringer Auflage. Es wird
immer häufiger über seine Partei „Einheitliches Russland" diskutiert, die
absolute Mehrheit in der Duma hat und somit ihre eigene Politik
durchführt. Man fürchtet
die Rückkehr zu der Diktatur des Proletariats.
Andererseits ist es schwer,
positive Veränderungen im Land zu übersehen.
Der wirtschaftliche
Niedergang ist gestoppt worden. Die Volkswirtschaft erlebt einen
Aufschwung um 7 Prozent. Die Reallöhne
sind sogar um stolze 15% gestiegen.Erstmals
floss 2006 deutlich mehr ausländisches Geld nach Russland als russisches
Kapital ins Ausland. Was einer der wichtigsten Punkte ist, dass die Regierung
endlich von der Bevölkerung respektiert
wird. Die einfachen Bürger beginnen, dem Staat zu trauen und sind von der
Richtigkeit des politischen Kurses überzeugt.
Ich möchte mich ganz vorsichtig über seine Person äußern. Ich habe das Gefühl, dass jetzt in Russland eine Art von Diktatur aufgebaut wird, zwar nicht eine so krasse wie in der Sowjetunion, aber schon ziemlich heftig für eine Demokratie. Man hat quasi eine neue Art von Demokratie geschaffen, die einer parlamentarischen Monarchie sehr ähnlich ist. Trotz alledem bin ich insgesamt mit der heutigen Politik zufrieden. Nur das neulich durch den Sieg von „Einheitliches Russland“ bei der Dumawahl entstandene „Einparteiensystem“ macht mir große Sorgen. Faktisch kann Putin jede seiner Entscheidungen durchsetzen. Bisher waren die mehr oder weniger korrekt. Aber wenn beispielsweise der Präsident den Krieg ankündigt, dann gibt es keine Opposition, die ihm widersprechen oder es ihm sogar verbieten könnte. Deswegen habe ich eine ziemlich kritische Meinung zur neuen russischen Politik
Geschrieben von: Margarita (Gast ) am 09-02-2008 19:14
Man betrachtet Putin als eine der wichtigsten politischen Personen der heutigen Politikszene. Putin hat seinen hohen politischen Status auf legitime Weise erreicht. In kurzer Zeit ist ihm gelungen, so beliebt vom Volk zu werden, wie früher nur die Zaren waren. Dabei ist sein schnell erworbener Ruhm auf eine aufwendige Promotionskampagne zurückzuführen. Er wurde tatsächlich von allen möglichen Medien gelobt, was er seinen Förderern zu verdanken hat. Im Jahre 2000 hatte man keinen anderen Kandidaten, der den Menschen so imponierte.
Besonders war der gravierende Unterschied im Vergleich zu dem vorherigem Präsidenten, Boris Jelzin, deutlich zu spüren, der wegen seines Alkoholismus zu einem Narren geworden war. Putin war eine Art Erleichterung für das Volk. Er weckte neue Hoffnungen bei den Menschen. Während der ganzen russischen Geschichte war ein starker Leader an der Machtspitze ein Symbol für Wohlstand. Meiner Meinung nach brauchte das russische Volk immer eine starke Person, auf die es sich verlassen konnte, sei es ein Zar, ein Generalsekretär oder ein Präsident. Von daher finde ich das demokratische System einfach unpassend für die russische Mentalität. Die russische Geschichte kennt ein paar Beispiele, wo die Zentralmacht nicht dem Zar gehörte. Vor 1917 wurden endlich der Duma einige staatliche Funktionen überlassen, was zur Schwächung des Landes führte und zur Februarrevolution führte, welcher schließlich die Oktoberrevolution folgte.
Ich finde, dass es genauso nach dem Zusammenbruch der UdSSR war. Das Land verlor sein Idol in Person des Generalsekretärs. In den 90en Jahren war das Land mehrmals sowohl wirtschaftlich als auch politisch dem Niedergang nah. Jelzin verlor seine Popularität, und die Korruption nahm ein riesiges Ausmaß an. Man betrachtete den neuen energischen Präsidenten Putin als einzig wahre Lösung aller Probleme. Er erfüllte das ewige Verlangen nach einem Leader mit eisernem Willen und hat mehr oder weniger Stabilität in das Land gebracht.
Parlamentarische Monarchie
Geschrieben von: Ilya (Gast) am 09-02-2008 19:43